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dmexco 2017 - Top oder Flop? Erste Einblicke von George P. Johnson

Wir waren gespannt auf die dmexco 2017. Zum einem darauf, wie sich das neue Konzept, dass nun alle Tickets (gestaffelt) kostenpflichtig sind, durchsetzen wird. Zum anderen, weil genau dieses Konzept ein paar Wochen vorher abgeändert und eine ‚Flat 99€‘ eingeführt wurde. Wurden zu wenig Tickets verkauft? Griff das neue Konzept etwa nicht und die Messe würde floppen?

Aber – die Bedenken waren unbegründet. Die steigende Anzahl an qualitativ hochwertigen Ausstellern und das hochklassige Konferenzprogramm (das bei anderen Events ein vielfaches kosten würde) konnten überzeugen. Wo sonst kann man Sprecher wie Sheryl Sandberg von Facebook, Jack Dorsey von Twitter oder Marc Pritchard von Procter & Gamble live auf der Bühne sehen?

Die Messe war insgesamt etwas ‚entzerrter‘ als letztes Jahr, aber wahrscheinlich auch, da die dmexco sich um eine Halle vergrößert hatte. Nicht entzerrt jedoch waren die Schlagen am Food Court zur Mittagszeit. Liebe dmexco Organizer – für nächstes Jahr bitte einige Food Trucks mehr einplanen! Die Wartezeit hätten wir lieber in den Besuch eines Vortrags oder spannende Gespräche investiert.

Und die Themen? Das Motto der diesjährigen dmexco ‚Lightning the Age of Transformation‘ zeigte schon wohin die Reise derzeit geht. Die Konferenz konzentrierte sich klar auf die digitale Transformation. Dabei standen vor allem KI (Künstliche Intelligenz), IoT (Internet of Things), Automatisierung und VR (Virtual Reality) im Vordergrund.

Es wurde in diesem Jahr viel über übergeordnete digitale Strategien und Innovationen gesprochen. Das ‚big picture‘ stand im Vordergrund. Thematisiert wurde (vor allem von Deutschen und Europäischen Sprechern), dass wir generell digitaler werden und dies dann auch leben müssen um nicht den internationalen Anschluss zu verpassen. Dies doch nicht ohne die Datenschutz-Richtlinien außer Acht zu lassen.

Auch auf der Expo wurden diese Themen aufgegriffen, zudem standen Cloud Computing, Data Analytics und Marketing Automation im Fokus. Auch personalisiertes Marketing wurde von vielen Ausstellern und Sprechern thematisiert. Kunden müssen individueller, gezielter und relevanter angesprochen werden.

Die Stände waren wieder sehr Networking getrieben mit viel Platz für Gespräche, Kommunikation und Austausch. Viele der Auftritte waren sehr kreativ und außergewöhnlich, was bei vielen Besuchern neugierig auf mehr machte und somit interessante Diskussionen angeregt hat.

Spannend wird nun auch 2018. In wie weit werden sich die neue CEBIT und die dmexco kannibalisieren? Werden Aussteller als auch Besucher beide Formate besuchen oder sich auf eine der beiden konzentrieren. Kann die CEBIT die Brücke schlagen und den Vorsprung den die dmexco hat einholen? Aber eins ist sicher: die Messelandschaft wird bunter und bleibt in Bewegung!

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